Freitag, 21. September 2012

Paradiesisch



07/09 – 14/09

Koh Phi Phi (gesprochen: Pi Pi) ist eine Inselgruppe in der Andamanensee unterhalb der beliebten Touristeninsel Phuket. Die Gruppe besteht neben ein paar kleinen Inseln aus der Hauptinsel Koh Phi Phi Don, die bei Backpackern extrem beliebt ist und der unbewohnten Koh Phi Phi Lee. Nach dem ganzen Touri-Troubel in Phuket, kam die kleine Insel wie gerufen.
Zwar kommen täglich Tagestouren auf die Insel, aber nach 15 Uhr wird es dann etwas ruhiger.
Mit der Fähre ging es am Freitagmorgen vom Phuket Pier los. Nach  zwei Stunden und einem kurzen Abstecher auf die Schwesterinsel Koh Phi Phi Lee hatten wir Koh Phi Phi Don erreicht, wo sich auch unser Hotel befand.
Von Paradies merkten wir nach unserer Ankunft aber erstmal nichts. Rund um den Pier ist alles voller Reisebüros und Souvenirgeschäfte. Aber wenigstens gibt es auf der gesamten Insel keine Straßen und somit auch weder Autos noch Motorräder. Es gibt nur ein paar schmale Gassen, wo man neben den Fußgängern auf Fahrräder und Holzkarren trifft. Auch sonst ist alles sehr viel lässiger als in Phuket und man findet leicht ein paar schöne Flecken, die man auch komplett für sich alleine hat.




Nach dem Einchecken in unser Hotel starteten wir eine kleine Erkundungstour über die Insel, die wirklich nicht sehr groß ist und erlebten einen schönen Sonnenuntergang.






Es gibt verschiedene Strände auf Koh Phi Phi Don, die alle ziemlich beeindruckend sind. Am zweiten Tag hatten wir unseren Lieblingsstrand gefunden, wo wir dann auch die nächsten zwei Tage mit bloßem Nichtstun verbrachten  ;) Das Wasser war auch wunderbar klar und angenehm, so dass wir uns immer wieder zwischendurch erfrischen konnten.



Am Sonntag (09/09) standen wir etwas früher auf und machten eine Wanderung zu einem Aussichtpunkt, von wo aus wir einen herrlichen Blick auf Koh Phi Phi hatten. Der ziemlich anstrengende Weg mit vielen Treppenstufen hatte sich aber auf jeden Fall gelohnt.







Am Montag (10/09) unterbrachen wir dann unser Nichtstun und buchten einen Tagesausflug mit einem Boot nach Koh Phi Phi Lee.



Wer den Film „The Beach“ mit Leonardo Di Caprio gesehen hat, der wird den berühmtesten Strand von Koh Phi Phi Lee kennen. Die Bucht heißt „Maya Bay“ und war unserer ersten Ziel. Wir hielten ein wenig von der Bucht entfernt und paddelten dann mit einem Kajak zu dem schönen Strand.



Leider ist der Strand so von Touristen überlaufen, dass entspannen oder einfach nur ein Foto machen, fast unmöglich wird. Allerdings sind die Touristen nicht die schlausten und sammeln sich vorallem in der Mitte des Strandes und an den Seiten ist man relativ alleine ;-)






Auch beim Schnorcheln sollte man hier vorsichtig sein. In einer englischsprachigen Touristenzeitung haben wir gelesen, dass ein Speedboot einem Franzosen, der in einem angeblich sicheren Abschnitt geschnorchelt ist, angefahren hat. Uns passierte beim Schnorcheln zum Glück nichts, aber wir sahen jede Menge Fische.


Nach der überlaufenen Maya Bay fuhren wir dann zu einem ruhigeren Strandabschnitt Koh Phi Phi Lee's, an dem wir dann auch mit etwas mehr Ruhe schnorcheln konnten. 




Zum Lunch ging es dann wieder zurück zum Hafen, wo neben unserem Mittagessen auch noch ein paar neue Gäste an Bord des Bootes kamen, die nur die Halbtages-Tour gebucht hatten.
Unser erster Stopp am Nachmittag war dann „Bamboo Island“ eine kleine Insel mit herrlich weißen Sandstränden.




Im Gegensatz zu unserem ersten Stopp war es hier ruhig und man konnte sich nach dem Schnorcheln in Ruhe an den Strand legen und das Nichtstun in der Sonne genießen.
Von Bamboo Island aus ging es weiter zur „Monkey Bay“, einer kleinen Bucht auf Koh Phi Phi Don, die von Affen in Besitz genommen wurde.
Mit einem Kajak fuhren wir zu dem Strand und mussten auch nicht lange warten, bis der erste Affe sich blicken ließ.



Die Ausflugsboote haben es sich zur Gewohnheit gemacht, die Affen zu füttern, um auch garantieren zu können, dass sie sich zeigen. Von unserem Guide gab es Zucker. Wahrscheinlich nicht gerade das Beste für die Kleinen… (aber wie die Menschen konnten sie nicht genug davon bekommen)




Zum Abschuss der Tour – und des Tages – fuhren wir wieder ein kleines Stück aufs offene Meer, von wo aus wir einen perfekten Blick auf den Sonnenuntergang hatten.




An unserem letzten Tag auf Koh Phi Phi regnete es leider in Strömen, sodass wir nichts mehr unternehmen konnten. So fiel der Abschied am Mittwoch (12/09) auch nur halb so schwer.
Mit der Fähre ging es zurück nach Phuket zum Pier und von dort aus nach Phuket Town.
Pünktlich zu unserer Ankunft fing es auch dort an in Strömen zu regnen, und hörte auch für die zwei Tage, die wir dort verbrachten nicht mehr auf.
Was wir in den kurzen Regenpausen von Phuket Town gesehen haben, war aber auch nichts besonderes, so dass der Regen nicht sonderlich schlimm war.

Mittwoch, 12. September 2012

Pai & Patong


31/08 – 07/09

Von Sukhothai fuhren wir Freitags mit dem Bus, über Chiang Mai, weiter nach Pai.
Pai ist eine kleine Stadt in den Bergen mit ca. 2200 Einwohnern, die nahe an der Grenze zu Myamar liegt. Um von Chiang Mai dort hin zu kommen, muss man eine extrem kurvenreiche Strecke über 130 km in einem Minibus zurücklegen (angeblich sind es über 600 Kurven).
In Pai selber hatten wir uns für fünf Nächte eine kleine Hütte gemietet, die alles bot was wir brauchten.
Pai ist unter Backpackern bekannt für seine relaxte Atmosphäre und auch längst kein Geheimtipp für Individualreisende mehr, hat es aber dennoch geschafft, seinen Flair und die Gelassenheit beizubehalten. Hier kann man abends wunderbar durch die Gassen schlendern und in verschiedenen internationalen, wie auch thailändischen Restaurants und Bars einkehren.
So entschieden wir uns dann auch dafür uns einen Roller auszuleihen, um die Umgebung Pais näher zu erkunden. Überall sonst in Thailand hätten wir wahrscheinlich nach den ersten paar Metern einen Unfall gebaut, in Pai lässt es sich aber ganz gut fahren ;-).




Unser erstes Ziel waren die „Pam Bok Waterfalls“. Leider war das Schild, das den Weg angab so klein, dass wir die Einfahrt beim ersten Versuch verpassten, bei Versuch Nummer zwei klappte es dann aber endlich. Nach ein paar Kilometern über einen Feld- Wirtschaftsweg und einem kurzen „Marsch“ auf einem „Thai-Wanderweg“ mit "Brücke", hatten wir es dann endlich geschafft.






Vom Pam Bok Wasserfall ging es dann weiter zum „Pai Canyon“. Eine Art Aussichtspunkt, von dem man in eine Schlucht hinuntersehen kann und einen tollen Ausblick auf die Berge und Reisfelder hat, die Pai umgeben.





Unser nächstes Ziel sollten eigentlich die Pai Hot Springs werden, da wir aber keine Badesachen dabei hatten, verwarfen wir diesen Plan wieder und fuhren weiter zu den „Mor Paeng Falls“ und einem kleinen chinesischen Dorf.





Unterwegs kam man unter anderen auch an mehreren Elefantencamps vorbei und an einigen "Tankstellen" mitten im Nirgendwo.




Rund um Pai sieht man auch jede Menge Schmetterlinge, die in allen möglichen Farben leuchten. Leider sind sie sehr schwer zu fotografieren.




Unseren Aufenthalt in Pai ließen wir dann an unserem letzten Tag bei einer traditionellen einstündigen Thai-Fußmassage ausklingen.
Am Dienstag (04/09) ging es dann den kurvigen Weg zurück nach Chiang Mai, von wo auf wir Mittwochmorgens nach Patong auf der Insel Phuket flogen.
Von der Ruhe und Gelassenheit, die Pai verströmt, ist in Patong nicht viel zu spüren. Patong erinnert stark an den Ballermann 6 in Mallorca. Alles ist voll auf den Tourismus eingestellt. Andauernd wird man von dubiosen Tuk-Tuk-Fahrern angesprochen, die einen für 100 Baht überall hinfahren wollen oder Geschäftsinhaber versuchen einen mit Lockangeboten in ihre Geschäfte zu locken.
Auch am Strand bietet sich ein ähnliches Bild. Entspannung sucht man hier vergebens. Liegestühle reihen sich aneinander und alle paar Meter sitzen Thais, die einem die Haare flechten, eine Pediküre machen oder einen Massieren wollen.



Auch für Touristenbespaßung ist durch Jetsskis und Parasailing (auf Thai Art;-)) bestens gesorgt.



Auch große Shopping-Center findet man in Patong, damit die Touristen auch die gleichen Dinge wie zuhause kaufen können. 



Das Beste an unserem kurzen Aufenthalt in Patong war das deutsche Lokal, in dem wir zu Abend gegessen haben. Dieses wird von dem deutschen Auswanderer Siggi, einem pensionierten Koch, geführt. Mit ihm unterhielten wir uns noch ein wenig über Thailand und die üblichen Touristenfallen, die besonders häufig in Patong vorkommen.

Unser Hotel "Tropical Inn" war auch ziemlich gut und bot uns ein riesiges Zimmer mit allem was wir brauchten für einen sehr günstigen Preis.








Mittwoch, 5. September 2012

Tempel über Tempel und ein paar Elefanten



23/08 – 31/08

Chiang Mai ist mit rund 150.000 Einwohnern die größte Stadt Nordthailands und die zweitgrößte von ganz Thailand. Trotz seiner hohen Einwohnerzahl hat die Stadt es aber dennoch  geschafft sich seinen früheren Charme zu bewahren. So gibt es eine Altstadt mit vielen kleinen Gassen, einer alten Stadtmauer und jeder Menge Tempel.



Der Samstag (25/08) stand für uns deshalb auch ganz unter dem Motto „Tempel". In unserem Reiseführer war eine Stadtwanderung eingezeichnet, die an allen wichtigen Tempeln und Wats vorbeiführt. Die Tempel sind sich unserer Meinung nach vom Aussehen alle sehr ähnlich.






In einem der Wats (ähnlich unseren Kapellen) dachten wir wirklich es säßen Mönche vor einem Buddahschrein. Bei genauerem Hinsehen stellten wir dann aber fest, dass es sich lediglich um lebensechte Plastiken handelte.



Es gab auch eine ältere Ruine, die mit vielen Elefanten dekoriert war.




Jeden Sonntag findet in der Stadt ein riesiger Nachtmarkt statt, der einmal durch die ganze Altstadt führt. Hier werden vor allem typische Waren aus Nordthailand angeboten. 






Auf der Straße sieht man immer wieder, meist blinde, Straßenmusiker sitzen.



Auch in traditionellen nordthailändischen Gewändern gekleidete Mädchen und Jungen führen auf dem Markt ihre überlieferten Tänze vor.




Als besondere Delikatessen werden außerdem ganz besondere Leckereien angeboten. So gibt es zum Beispiel frittierte Graßhüpfer und Kakalaken - wir haben lieber darauf verzichtet ;-) 



Am Dienstag (28/08) fuhren wir von Chiang Mai mit dem Zug nach Lampang. Dort gibt es das „Elephant Conservation Centre“, in dem alte und kranke Elefanten aufgenommen und gepflegt werden.




Man kann die Elefanten dabei beobachten, wie sie gebadet werden und wenn mal ein Besucher zu nahe kommt, wird er auch schonmal mit dem Rüssel nassgespritzt ;-)


Drei Mal am Tag gibt es eine Show, in der gezeigt wird, wie die Elefanten im Dschungel arbeiten und wie „fingerfertig“ so ein Elefantenrüssel ist. Die Elefanten haben tatsächtlich richtige Bilder gemalt, wenn auch öfter mal ein kleine Hilfe der Mahuts (Elefantentrainer) nötig war.




Von Lampang aus fuhren wir mittwochs (29/08) mit dem Bus nach Sukhothai. Wenn man in Thailand mit dem Bus fahren will, ist es relativ schwer alles zu planen, da die Buspläne nicht im Internet verfügbar sind und auch nirgends aushängen. Das bedeutet man muss einfach an den Busbahnhof gehen und dort fragen wann der nächste Bus fährt und so unter Umständen etwas länger warten. Die Busse haben aber den Vorteil, dass sie erheblich pünktlicher und schneller sind als der Zug.
Sukhothai war eine der ersten Hauptstädte des Königreichs Siam (heutiges Thailand). Heute ist Sukhothai in zwei Stadtteile unterteilt, Alt- und Neusukhothai. In Altsukhothai stehen Ruinen der alten königlichen Tempelanlage aus dem 12. Jahrhundert in einem riesigen Geschichtspark, der auch als UNESCO Weltkulturerbe geschützt ist. Hier gibt es echt eine Menge zu sehen.








Das Gelände ist ziemlich weitläufig, weshalb man auch die Möglicheit hat sich Fahrräder auszuleihen. Wir erkundeten die Ruinen aber lieber zu Fuß. An einigen Stellen sahen wir auch ziemlich große Eidechsen und auch eine Agame.