Freitag, 2. März 2012

Schlemmen im Süden

(22/02 – 27/02)

Nachdem wir die Buchungsprobleme in Wellington gelöst hatten, stand unserer 3,5 stündigen Fährenüberfahrt nichts mehr im Wege. Leider konnten wir die schöne Aussicht durch die Malborough-Sounds auf Grund des stärker werdenden Regens nicht genießen und verbrachten die meiste Zeit im Innenraum auf bequemen Couches beim Lesen. Als wir dann endlich in Picton angekommen waren, kümmerten wir uns zuerst einmal um ein Hostel für die Nacht. In Picton gibt es ein sehr großes Angebot an Hostels, die alle mit verschiedenen Extras auf Kundenfang gehen. Wir entschieden uns nach kurzer Überlegung für die Sequoia Lodge, die uns unter anderem mit kostenlosem Internet, Sky TV und jeden Abend kostenlosem Schokopudding (der sich als eine Art warmer Schokokuchen mit flüssiger Füllung herausstellte, der mit einer Kugel Eis serviert wurde. Mhhhh!) überzeugen konnte.
Wir ergatterten glücklicherweise das letzte Doppelzimmer, welches nur bei voller Belegung an Gäste vermietet wird, weil es sich in einem eigenen Gebäude direkt hinter den Waschmaschinen und Trocknern befindet. Wir mochten es, auch wenn wir jeden Morgen um 9 Uhr von den Waschmaschinen geweckt wurden ;-).
Der erste Tag war sehr verregnet, so dass wir uns erst am zweiten Tag Picton ein wenig genauer anschauten. Picton ist eine sehr kleine Stadt und hat nicht so viel zu bieten. Vorallem die Hafen- und Strandpromenade ist aber sehr schön gestaltet.




An unserem letzten Tag in Picton (24/02) machten wir eine Wanderung bei schönem Wetter durch die Malborough Sounds. Leider wurde der schöne Weg durch ständige unkontrollierte Attacken von desorientierten  Insekten etwas getrübt. Neben ihrem Verlangen in menschliche Gesichter zu fliegen, versuchen sie auch durch ein penetrantes „Zirpkonzert“ mit der Lautstärke eines Düsenjets, auf sich Aufmerksam zu machen.



Der Ausblick entschädigte aber für alles :-)





Da es mal wieder Wochenende war, hatten wir uns schon für Nelson ein Hostel vorgebucht. Es handelte sich um das Schwesternhostel der Sequoia Lodge, welches von den selben Besitzern geführt wurde und auch über ähnliche Extras verfügte. (Der ausschlaggebende Grund war natürlich der abendliche Schokopudding ;-))
Wir erreichten Nelson Samstag morgens und besuchten sogleich den wöchentlichen Markt. (Der bisher schönste Markt in Neuseeland) Da sich in der Region um Nelson sehr viele Deutsche niedergelassen haben, konnte man auf dem Markt unter anderem auch Bratwürste, Sauerkraut und Brot nach deutscher Tradition kaufen. Sonntags war wiederum ein Markt, diesmal jedoch ein Flohmarkt. Da man in unserem Hostel kostenlos Fahrräder ausleihen konnte, fuhren wir mit den Rädern zuerst zum Markt und danach zum „Centre of New Zealand“. Der Weg dorthin führt einen sehr steilen Pfad hinauf zu einem Aussichtspunkt. (Den Weg ganz hoch sind wir allerdings gelaufen und nicht gefahren ;-))







Abends wurde dann unser Heißhunger nach gutem deutschen Essen gestillt. In der Nähe von Nelson gibt es das Restaurant „Kraut's“, das sich auf die deutsche Küche spezialisiert hat. So begannen wir unser Festmahl zuerst mit einer Portion Käsespätzle als Vorspeise. Danach folgte das „Schnitzelfest“ (ein Platte mit 6 Schnitzeln, verschiedenen Soßen, Kraut- und Karottensalat und Pommes). Dazu gab es das erste Cola-Weizen seit unserer Abreise aus Deutschland.
Einmal mit dem Schlemmen angefangen, ließen wir es uns auch nicht nehmen noch einen Apfelstrudel mit Eis als Nachspeise zu bestellen :-)
Leider haben wir auch nur ein Bild von dem Apfelstrudel machen können, da wir uns sowohl auf die Vorspeise, als auch auf das Schnitzel gestürzt hatten ;-)






Direkt neben dem „Kraut's“ liegt der schönste Strand von Nelson, an dem wir sogleich den dringend nötigen Verdauungsspaziergang und einige Fitnessübungen in Form von Bilderposen  machten.    







Pünktlich um 8 fanden wir uns dann wieder im Hostel ein, um den mittlerweile zum abendlichen Ritual gewordenen, Schokopudding zu essen. (Ja, der Verdauungsspaziergang hat seine Wirkung erfüllt ;-)).









Freitag, 24. Februar 2012

Wellington

(16/02 – 21/02)






Auf dem Weg von Palmerston North nach Wellington legten wir einen kleinen Zwischenstop in Paraparaumu an einem Strand ein und genossen die Sonne. Dort beschlossen wir auch an diesem Tag nicht mehr nach Wellington direkt zu fahren, sondern in den Vorort „Porirua“. Dort fuhren wir das  „Camp Elsdon“ an, einen schönen und vor allem günstigen Campingplatz. Campingplätze in Neuseeland können durchaus teuer sein. Es ist uns schon passiert, dass wir für uns beide $54 pro Nacht bezahlen mussten, um in unserem Auto übernachten zu können. Dieser hier kostete nur $20 für uns Beide pro Nacht.
An diesem Tag machten wir dann auch nichts mehr besonderes, da es inzwischen schon später Nachmittag geworden war.



Am nächsten Morgen gingen wir dann zur örtlichen I-Site, um uns dort über die Zugverbindungen nach Wellington zu informieren.
Ein Zug fährt alle halbe Stunde, zwischen 9.00 und 15.00h für nur $4,50, nach Wellington Stadt und am Wochenende gibt es ein 3 Tages Ticket (gültig Freitag bis Sonntag) für nur $20. So beschlossen wir, vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass es unmöglich war in Wellington ein Hostelzimmer zu bekommen, während unserer ganzen Zeit in Wellington von Porirua aus zu pendeln.
Freitags (17/02) ging es dann zum ersten Mal nach Wellington selbst. Angekommen, erkundeten wir erst einmal die Haupteinkaufsstraße und fuhren mit dem „Cable-Car“.




Die Station des Cable Car liegt etwas versteckt in der Haupteinkaufsstraße und fährt einen steilen Hügel hinauf, von wo aus man einen sehr guten Ausblick über den Central Business District (CBD) Wellingtons hat.






Von der Station des Cable Cars aus machten wir dann einen „Spaziergang“ durch den botanischen Garten wieder zurück in Richtung CBD.
Samstags gingen wir etwas planlos ans „Werk“. Außer einem wöchentlichen Arts&Crafts Markt und einem Spaziergang an der Uferpromenade machten wir nichts besonderes .





Sonntags besuchten wir dann einen Bauernmarkt auf dem frisches Obst und Gemüse angeboten wird.



Im Anschluss daran machten wir eine interessante Führung durch das Parlament Wellingtons und suchten vergeblich die deutsche Botschaft und eine Bäckerei die Brezeln verkaufen soll. Wie sich leider herausstellte hatte diese Bäckerei mittlerweile geschlossen. So wurde es nichts mit lecker Brezel bzw. guten deutschen Backwaren...Schade! Auch die Botschaft hat sich anscheinend sehr gut versteckt! ;-)









Montags (20/02) war es dann endlich Zeit für das „Te Papa“-Museum.



Das Te Papa ist das Nationalmuseum Neuseelands. Hier gibt es sowohl Ausstellungen zu der Geschichte der Maori und der Nationalgeschichte, als auch Kunst- und Naturwissenschaftsaustellungen. Das gesamte Museum ist interaktiv gestaltet, um den Besuch nicht langweilig werden zu lassen. Überall stehen Computer mit kleinen „Spielen“ , es gibt Stationen mit Mikroskopen, an denen man etwas untersuchen kann und eins der „Highlights“ ist ein kleines Haus im Museum, in welchem ein Erdbeben nachgestellt wird. Auch gibt es überall kleine Filme (manche in 3D).
Durch die vielen „Attraktionen“ verging die Zeit im Te Papa wie im Flug und auf einmal war  es schon Abend. (Wir verbrachten fast 6 Stunden im Museum und hatten immer noch nicht alles gesehen ;))






An unserem vorerst letzen Tag auf der Nordinsel besuchten wir dann erst das Weta-Cave, eine Art Mini Museum, welches  Figuren und Requisiten aus verschieden Filmen zeigt, für welche die Weta-Studios die Special Effects gemacht haben (u.a. die Herr der Ringe Triologie, District 9, Avatar, Tim und Struppi...). Außerdem wird dort ein kurzer Film über die Hintergründe der Firma und ihre Arbeit gezeigt. Danach fuhren wir noch auf den Mt. Victoria. Von diesem Berg hat man einen super Blick auf die ganze Skyline Wellingtons.






Mittwoch morgens (22/02) mussten wir dann schon früh aus den Federn, da unsere Fähre zur Südinsel schon um 8 Uhr ablegte.
Die Fährenüberfahrt hatten wir in der I-Site von Porirua gebucht. Leider hatte die Frau dort uns auf die falsche Fähre gebucht. Anstatt die Strecke von Wellington nach Picton zu buchen, buchte sie uns auf die entgegengesetze Strecke (Picton nach Wellington) Recht sinnvoll, wenn man sich auf der Nordinsel befindet! ;) Der Fehler ist uns erst am Abend vor der Überfahrt aufgefallen, was uns dann auch keine Zeit mehr lies, die Buchung zu korrigieren. So machten wir uns extra früh auf den Weg zur Fähre (check-in war ab 7.00 Uhr, wir waren noch 30 Minuten vorher da) und hofften, dass man uns trotzdem mitnehmen würde.
Der Mann am Check-in Schalter sah sofort, dass wir den Fehler nicht selbst begangen hatten und buchte uns ohne Umkosten einfach auf die richtige Fähre, die noch Plätze frei hatte. Glück gehabt!!!

Donnerstag, 23. Februar 2012

Schneebedeckte Gipfel, Sandstrände und Regentage

(09/02 – 16/02)

Nachdem wir nach unserem Höhlenabenteuer in Waitomo getrocknet waren, führte uns unser Weg nach „New Plymouth“. Da es bereits 18 Uhr war, als wir ankamen, hielten wir an dem erstbesten Campingplatz und machten an diesem Tag nicht mehr all zu viel. Da es  mal wieder fast Wochenende war und deshalb die Hostels oft voll ausgelastet sind, kümmerten wir uns schonmal um ein Hostel für die nächste Nacht. Nach mehreren Versuchen schafften wir es endlich ein Zimmer zu bekommen. (Es war das bisher teuerste in  Neuseeland)
Da wir das Hostel allerdings erst um 16.00 Uhr beziehen durften, besucheten wir Mittags den Pukekura Park und  einen kleinen angeschlossenen, kostenlosen Zoo.


Auf dem Parkplatz, bereit zur Weiterfahrt, galt es erst einmal ein neues „Problemchen“ zu lösen. Die elektrischen Fensterheber an unserem Auto streikten und wollten sich nicht mehr hochfahren lassen. Also ging es ab in eine Werkstatt. Dort wurden wir weiter geleitet an ein Werkstatt, die sich auf elektische Probleme bei Autos spezialisiert hat. An dieser neuen Werkstatt angekommen, teilte uns der Chef dann mit, dass all seine Mitarbeiter vollkommen ausgelastet seien und leider keine Zeit für uns hätten. Nachdem wir ihm aber unsere Situation geschildert hatten, schob er uns netterweise noch dazwischen. Wie sich bei der Reparatur dann herausstellte, war uns eine Sicherung auf der Platine durchgebrannt, die lediglich gelötet werden musste. Glück gehabt!!!
Samstags (11/02) fuhren wir über den Surfhighway 45 nach Opunake an einen schönen Campingplatz direkt am Meer. Dort chillten wir (ausnahmsweise) ein wenig und räumten unser Auto mal wieder auf (es haben sich mit der Zeit doch ein paar Sachen angehäuft!).
Am nächsten Morgen ging es dann zum „Mount Taranaki“, der auch als Mt. Egmont bekannt ist.  Dieser 2500 Meter hohe Vulkan ist bekannt für seine fast perfekte Kegelform, dessen Spitze das ganze Jahr mit Schnee bedeckt ist. Dort machten wir eine schöne kleine Wanderung zu den „Dawson Falls“.



Danach ging es weiter nach „Stratfort“ in ein „nettes“ Hostel. Das Hostel ist schon etwas älter und nicht mehr ganz so fit, aber immerhin relativ sauber und sehr billig. Für eine Nacht war es also OK.
Den restlichen Tag verbrachten wir in einer Art Park und „lauschten dem Glockenspiel“ (übrigens ein Wort das man bei den Deutschen geklaut hat).






Montags (13/02) fuhren wir dann ein Stück weiter südöstlich nach „Wanganui“.
Wanganui ist eine schöne Stadt, die leider in den meisten Reiseführern nicht berücksichtigt wird. Dort checkten wir in eins der besten Hostels (Tamaras Backpackers Lodge) ein, in denen wir bis jetzt gewesen sind, und waren dann auch noch die glücklichen, die das beste Zimmer des ganzen Hauses ergattert haben! (Schön mit Blick auf den Fluß)



Das Wetter war leider nicht ganz so toll wie das Hostel. An zwei von drei Tagen regnete es :-(.
So verbrachten wir die meiste Zeit damit durch die Stadt zu schlendern und gleich zweimal ins  Kino zu gehen ;-) (Safehouse und Chronicles)
Eine Verwandte von Angela hatte uns den Kontakt zu einer Bekannten von ihr hergestellt, die Anfang September nach Neuseeland ausgewandert war. Diese wohnt in Palmerston North und wir hatten mit ihr ausgemacht, sie mittwochs (15/02) zu besuchen. Die  Straße, die sie uns genannt hatte, war nicht in der Karte eingezeichnet, da sie in einem Neubaugebiet wohnt. Sie hatte uns aber als Tipp gegeben, dass ihre Straße gegenüber von einem großen Friedhof liegt. So suchten wir einfach nach einem Friedhof im betreffenden Stadtteil und fuhren los. Leider war unser Versuch nicht von Erfolg gekrönt.  Wir landeten in einem Industriegebiet ;-) Glücklicherweise kannten sich die Arbeiter gut aus und erklärten uns den richtigen Weg. Endlich angekommen, begrüßten uns Angelika und ihr Mann Jürgen und bewirteten uns mit leckerem Zwetschkenkuchen :-) Sie gaben uns auch gleich ein paar Tipps rund um Palmerston North und luden uns ein, die Nacht bei ihnen zu verbringen.
Nach dem Kaffee machten wir uns dann auf eine Erkundungstour durch die Stadt und Angelika und Jürgen bereiteten währenddessen das Abendessen vor. Es gab einen Schweinebraten mit Kartoffeln und Gemüse. Lecker!
Den restlichen Abend verbrachten wir dann damit unsere bisherigen Erfahrungen über Neuseeland aus zu tauschen.



Donnerstag morgens (16/02) verabschiedeten wir uns dann von den beiden und setzten unseren Weg nach Wellington fort.




Best of Eastland