Sonntag, 8. Juli 2012

Eintauchen in eine andere Welt


21/06 – 29/06

Um dem kälteren Wetter in Südaustralien zu entfliehen, flogen wir am 21/06 von Melbourne nach Cairns. Cairns liegt ziemlich weit im Norden an der Ostküste von Australien in Queensland und dort herrscht ein tropisches Klima. Im australischen Sommer ist hier Regenzeit, weshalb es jetzt im Winter bei immerhin noch 26 Grad die meisten Touristen nach Cairns zieht. Cairns eignet sich gut als Ausgangspunkt für viele Touren einerseits zum Great Barrier Reef, welches nur 30 km vor der Küste liegt, oder andererseits zum Daintree Nationalpark, ein kaum erschlossener Regenwald im Norden. Aus diesem Grund gibt es in Cairns auch extrem viele Hostels, die alle mit günstigen Preisen und vielen Extras werben.
Unser erstes Hostel bot so zum Beispiel einen Pool, kostenloses Frühstück, kostenlose Shuttlebusse in die Stadt und ein tägliches 3 $ Gericht zum Abendessen.
Das Wetter war erstmal eine Umstellung. Wir kamen von Melbourne mit langen Klamotten und Jacke am Flughafen an und stellten fest, dass wir ab jetzt die lange Kleidung wohl im Koffer verstauen konnten.
Die ersten Tage erkundeten wir ein wenig die Stadt. Cairns besitzt eine schöne Küstenpromenade, die an Watt und Mangroven vorbeiführt und die auch von vielen Joggern als Trainingsstrecke verwendet wird. Von hier kann man auch Pelikane und verschiedene andere Meeresvögel beobachten.





An der Promenade liegt auch die beliebte Meerwasserlagune. Hier kann man kostenlos schwimmen, sich auf der riesigen Wiese sonnen und an Wochenenden spielen auch verschiedene Bands. Sie ist auch deshalb so beliebt, weil es in ganz Queensland sehr gefährlich ist im Meer zum schwimmen, weil es überall Krokodile und zu manchen Jahreszeiten auch tödliche Quallen gibt.




An einem Tag machten wir einen Ausflug zum Botanischen Garten von Cairns, der echt lohnenswert ist. So gibt es dort einen Rainforest Walk an verschiedenen Seen vorbei, wo wir unter anderem jede Menge Kakadus sahen.






Wir wollten auch unbedingt einen Trip zum Great Barrier Reef machen, um dort zu Schnorcheln. Es gibt allerdings ungefähr 20-30 verschiedene Anbieter, die alle unterschiedliche Dinge anbieten und unterschiedliche Preise haben. Wir entschieden uns letztendlich für einen 2-Tages-Segeltrip mit Schnorcheln und Tauchen der Firma „Coral Sea Dreaming“.





Am 26/06 ging es früh morgens los und wir stachen mit insgesamt 10 Teilnehmern und 4 Crewmitgliedern auf hohe See. Nach etwa 3 Stunden hatten wir das Great Barrier Reef erreicht und konnten direkt ins Wasser eine Runde schnorcheln.
An unserer nächsten "Anlegestelle" war es dann aber endlich soweit. Wir durften am besten Tauchspot der Welt tauchen! :-) Nach einer kurzen Einführung konnten wir dann auch auch das eben Erlernte in die Tat umsetzen. Bei unserem ersten Tauchgang ging es dann eher um die "Technik", also das richtige Atmen und den Druckausgleich in den Ohren.



Wir hatten aber noch zwei weitere Tauchgänge zugut, bei denen wir uns dann die "Welt da unten" richtig anschauen konnten und sogar die Möglichkeit hatten, eine Seegurke anzufassen ;-).
Es war wirklich extrem spannend und etwas ganz besonderes. 10 cm unter Bastian schwomm einmal sogar eine Meeresschildkröte vorbei. Auch sonst sah man fast alle Fische, die man aus "Findet Nemo" kennt ;-) 
Zu unserem Ausflug ans Great Barrier Reef gehörte auch die komplette Verpflegung mit leckerem Essen und die Übernachtung auf dem Segelboot. Leider hatten wir das Glück eine Kabine direkt neben dem Maschinenraum zu bekommen, weshalb es nachts unglaublich heiß war und wir fast kein Auge zugemacht haben. Am nächsten Morgen wurden wir dafür aber mit weiteren Tauch- und Schnorchelgängen entlohnt.
Das folgende Video entstand leider nur beim Schnorcheln, weil die Kamera nur bis 3 Meter wasserdicht ist und wir bei den richtigen Tauchgängen bis zu 12 Meter tief waren.



Nach dem Mittagessen segelten wir dann wieder zurück zum Festland, wo wir uns von der Crew und den anderen aus der Gruppe verabschiedeten und uns auf den Weg zurück zu unserem Hostel machten.

Sonntag, 24. Juni 2012

Melbourne


15/06 – 21/06

Von dem überschaubaren Neuseeland mit seinen etwas mehr als vier Millionen Einwohnern, flogen wir am Freitag (15/06) nach Melbourne, das allein schon 4,1 Mio. Einwohner hat. Das Erste was uns auffiel, waren die doch leicht veränderten Dimensionen. Alleine der Weg von unserem Hostel, welches eigentlich recht zentral liegt, bis zum CBD dauerte ca. 20 Minuten zu Fuß.
Melbourne selbst ist für eine Großstadt überraschend „grün“. Überall gibt es mittelgroße bis große Parks. Der schönste und wohl auch berühmteste ist der „Melbourne Botanic Garden“, welcher direkt neben unserem Hostel lag :-)



Auch die Tierwelt in Australien ist erheblich umfangreicher als in Neuseeland. Schon während der ersten Tage sahen wir duzende unterschiedliche Vögel, darunter auch verschiedene Papageien.




Auch die Architektur der Stadt könnte nicht gegensätzlicher sein. Immer wieder stehen neben modernen Wolkenkratzern ältere Gebäude, wie Kirchen oder alte Backsteinbauten, was der Stadt einen ganz besonderen Flair verleiht.






Melbourne hat aber auch noch mehr zu bieten. Neben den typischen „Touristenwegen“ kann man die Stadt auch durch ihre kleinen Gassen erkunden, die die Hauptstraßen miteinander verbinden. Hier findet man viele kleine Cafés und Kunst der ganz besonderen Art ;-)





Unseren ersten Tag (16/06) verbrachten wir damit, uns erstmal einen Überblick über die Stadt zu verschaffen.
Mit der „City Circle Tram“, einer kostenlosen Straßenbahn, machten wir eine Rundfahrt durch den CBD. Danach erkundeten wir die Stadt weiter zu Fuß. 





Unter anderem führte uns unsere Entdeckungstour auf den „Queen Victoria Market“, auf dem täglich mehrere tausend Standbetreiber von Kleidung, über Souvenirs bis zu Lebensmitteln alles anbieten.




Sonntags (17/06) nutzen wir dann den ebenfalls kostenlosen „Tourist City Guide Bus“. Dieser fährt alle 30 Minuten und macht eine Tour zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Das „Highlight“ des Tages war allerdings der Besuch bei Aldi Süd ;-)



Montags (17/06) besuchten wir dann den beliebten Stadtteil St. Kilda. St. Kilda liegt direkt am Meer und hat eine sehr schöne Uferpromenade, an der es vor allem im Sommer immer sehr geschäftig zugeht. Von einem Pier hat man auch den perfekten Blick auf die Melbourner Skyline.





Den Dienstag verbrachten wir dann großteils im „Melbourne Museum“, wo wir uns dann unter anderem mal die ganzen netten „kleinen“ Krabbeltiere angesehen haben, die uns in Australien so erwarten.
Unserem letzten Tag in Melbourne nutzten wir dann für eine Tagestour entlang der „Great Ocean Road“.


Die Great Ocean Road wird oft als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt bezeichnet und führt ungefähr 300 km von Melbourne in westliche Richtung. Da wir in Australien ja kein eigenes Auto mehr besitzen, entschieden wir uns für eine geführte Bustour. Um jedoch überfüllte Strände und Attraktionen zu vermeiden, wählten wir die Tour von „Wild Wombat Escapes“ aus und fuhren so mit einer kleinen Gruppe von nur 6 Leuten plus unserem Guide Chris.
Es ging schon sehr früh morgens los und unser erster Stopp führte uns an den berühmten Surferstrand Bells Beach, wo es die größten Wellen Australiens gibt.



Hier sahen wir auch unsere ersten freilebenden Kängurus und konnten sie eine Weile beim Fressen und Kämpfen beobachten.



Unser Weg führte weiter zu einem Leuchtturm mit schönen Ausblicken auf die Küste und weiteren Stränden. In einem Eukalypthos-Wald sahen wir dann auch den ersten wild lebenden Koalabär, der auf seinem Baum saß und ein Mittagsschläfchen machte.




Während wir durch den australischen Regenwald wanderten, bereitete Chris einen schönen Lunch mitten im Urwald für uns vor. Als wir zurück kamen war der Tisch schon gedeckt :)




Nach dieser Stärkung ging es weiter zu den Zwölf Aposteln, einer berühmten Formation aus Kalksteinsäulen, die sich mitten im Meer bis zu 50 Meter in Richtung Himmel erheben.



Danach hielten wir noch an einigen weiteren schönen Ständen und Aussichtspunkten, ehe wir uns auf den Weg zurück nach Melbourne machten.




Ein weiteres Highlight passierte auf dem Rückweg durch Zufall. Plötzlich war auf der wenig befahrenen Straße vor unserem Bus ein Koalabär, der langsam auf der Straße herumspazierte. Als wir näher kamen, kletterte er schnell auf einen Baum und schaute uns ganz verwirrt an. Dann sprang er von Baum zu Baum und verschwand schließlich in den Baumgipfeln. Soviel Action hätte man den sonst so trägen Koalas gar nicht zugetraut. ;-)


Nach dem ereignisreichen Tag an der Great Ocean Road, packten wir dann abends noch schnell unsere Rucksäcke, da wir am nächsten Morgen um 6.00 Uhr nach Cairns flogen, um wieder etwas wärmeres Wetter genießen zu können.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Wie Fiji ins (gefrorene) Wasser fiel…

Am Dienstag, dem 05/06 machten wir uns wie geplant auf den Weg nach Christchurch, um wie geplant Mittwochmorgens um viertel vor sieben in unseren Flieger nach Auckland zu steigen. Von Auckland aus hatten wir dann einen Anschlussflug (12.55h) nach Nadi, Fiji.
So viel zur Theorie!
Immerhin verlief die Fahrt von Nelson über Blenheim und Kaikoura nach Christchurch wie geplant, allerdings regnete es teilweise.
Dienstagabend gegen 19.00 Uhr erreichten wir unser Hostel und bestellten uns einen Shuttlebus zum Flughafen für fünf Uhr am nächsten Morgen.
Auf unserer Fahrt vom Hostel zum Flughafen begann der Regen langsam in Schneeregen überzugehen. Was für uns aber noch keinen Grund zur Beunruhigung darstellte, da nichts auf den Straßen liegen blieb. Wir fragten auch die Fahrerin des Shuttlebusses, ob es denn in Christchurch oft schneien würde, aber sie sagte vielleicht einmal in drei Jahren und dann auch nur ein wenig.
Am Flughafen angekommen, verlief auch immer noch alles nach Plan. Wir checkten ein und suchten uns einen Platz zum Warten aus. Eine dreiviertel Stunde bevor das Boarding beginnen sollte, passierten wir dann die Sicherheitskontrollen, bei denen Bastian mal wieder wegen seiner vielen technischen Geräte extra gecheckt wurde ;-).
So weit so gut. Das Wetter hatte sich auch nicht wesentlich geändert. Es schnee-regnete immer noch, aber die Straßen waren frei.
Um 6.40h, fünf Mintuten bevor unser Boarding starten sollte, begann dann der „Spaß“. Unser Boarding wurde wegen der Wetterverhältnisse um eine unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. Als wir bei einer „netten“ Jetstar-Mitabeiterin nachfragten, ob wir unseren Anschlussflug in Auckland noch erreichen würden, sagte uns diese „Ja, das dürfte kein Problem darstellen, da der Flug ja erst gegen 13.00h gehen sollte“.
So gingen wir wieder zurück zu unseren Plätzen und warteten. Gegen 7.00 Uhr ging dann der Schneeregen langsam in Schnee über und gegen 8.30 Uhr hatte es sich dann richtig „eingeschneit“.



Gegen 10.00 Uhr, unser Boarding war immer noch verschoben, wurde es uns dann langsam doch etwas knapp und wir informierten uns bei unserer Airline, die uns nach Fiji bringen sollte, über unsere Alternativen, falls wir unseren Flug nicht rechtzeitig erreichen sollten.
Das Ergebnis war nicht zufriedenstellend! 
Um  unser Flugdatum zu ändern, hätten wir am Ende mehr zahlen müssen, als unser ursprüngliches Ticket gekostet hatte.
Mitterweile hatten alle anderen Airlines, die an diesem Tag von Christchurch aus fliegen wollten, ihre Flüge gecancelled. Nur Jetstar nicht. Hinter unserem Flug stand immer noch „boarding delayed due to weather conditions“. Nach immerhin sechs Stunden warten. Auch die Nachfrage am Schalter von Jetstar half nicht wirklich weiter. Das Einzige was passierte, war, dass wir unser Gepäck ausgehändigt bekamen, mit der Anweisung besser noch bis zum Nachmittag zu warten, falls sich doch noch etwas ändern sollte.
So warteten wir und warteten wir, aber es änderte sich immer noch nichts an unserem Flugstatus.
Dafür gab es aber am ganzen Flughafen einen Stromausfall.
Nichts funktionierte mehr. Alle Restaurants mussten schließen und nicht einmal die Toilettenspülung funktionierte mehr ;-).



Gegen 16.00 Uhr als der Strom wieder floss, kam dann Jetstar endlich auf die Idee seine Flüge für den Tag zu stornieren. Hatte nur zehn Stunden gedauert…



Als wir unseren Flug dann umbuchen wollten, bekamen wir die Information, dass nur noch Flüge am Sonntag (10/06) frei seien. Na toll! Das hieß für uns vier Tage im verschneiten Christchurch zu verbringen.
Die Tage dort verbrachten wir damit, uns bei Jetstar zu beschweren und im Internet zu recherchieren wie es weiter gehen sollte. Die Flüge an den nächsten Tagen hatten auch erhebliche Verspätungen oder wurden gleich gecancelt.
Wir wanderten durch das verschneite Christchurch und versuchten das Beste aus unserer Wartezeit zu machen.





Samstags (09/06), einen Tag vor unserem Flug nach Auckland, erhielten wir eine SMS von Jetstar, dass unser Flug nicht wie geplant um 6.45 Uhr starten sollte, sondern erst um 14.20 Uhr. Der Schnee war aber bereits am Tag zuvor vollkommen  geschmolzen und es herrschte bestes Wetter. Auch bei Jetstar wusste niemand warum der Flug schon wieder Verspätung hatte. Einen Vorteil hatte diese Verspätung immerhin - Bastian konnte sich das Deutschlandspiel gegen Portugal im Kasino von Christchurch ansehen ;-)

Der Flug verlief dann auch ohne weitere Probleme, wir entschieden uns aber Fiji sein zu lassen, da wir wieder komplett alles neu buchen hätten müssen. Wir buchten den Flug nach Melbourne einfach auf den 15/06 vor (den konnten wir zum Glück kostenlos umbuchen) und verbrachten die letzten Tage in Auckland.